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Abgeschlossenheitsbescheinigung

Die Baubehörde bescheinigt einem Besitzer eines Mehrfamilienhauses, dass die mit Nummern bezeichneten Wohnungen in sich abgeschlossen sind. Zu den abgeschlossenen Einheiten können auch zusätzliche Räume außerhalb des abgeschlossenen Bereichs gehören, z.B. Keller-, Speicherräume, Garagen, Stellplätze. Diese Bescheinigung ist neben dem Aufteilungsplan Voraussetzung für die Begründung von Wohnungs- und Teileigentum. Auch Gartenanteile können mit aufgeführt sein.

Abstandsflächen (zu Grundstücksgrenzen)

Die Bestimmungen zu Abstandsflächen sind in den Landesbauordnungen geregelt. Jedes Gebäude muss einen Mindestabstand zum Nachbargrundstück einhalten. Das Maß dafür liefert die Außenwandhöhe 1 x Höhe. Geneigte Dächer gelten nicht als Außenwand, solange die Dachneigung geringer als 70° ist. Dachaufbauten zählen nicht zur Außenwand, solange sie mehr als 50 cm hinter die Außenwandoberfläche zurückspringen. Jedoch legt die Bauordnung noch fest, dass mindestens 3 m Abstand eingehalten werden muss. Die Abstandsflächen müssen auf dem Grundstück liegen. Lediglich zu öffentlichen Flächen hin dürfen sie bis zu deren Mitte reichen. Eine Ausnahme ist das 16-Meterprivileg: Nach diesem genügt vor zwei Außenwänden von einer Länge von nicht mehr als 16 m Länge ein Abstand von 0,5 der Höhe. Einige Landesbauordnungen haben es abgeschafft.

Ausbauhaus (auch Mitbauhaus)

Ist oft ein Fertighaus, dessen Innenausbau der Bauherr ganz oder teilweise selbst in Eigenleistung ausführt.

Bauabdichtungen

Abdichtung wassergefährdeter Bauwerkzonen durch geeignete Dichtmittel wie Dichtmörtel, Isolierungen, Dichtschlämme, Anstriche, Beschichtungen oder Folien.

Bauabnahmen

Man unterscheidet zwei Arten von Abnahmen: Die behördlichen Abnahmen (z.B. Schornsteinfeger und Bauamt) und die Abnahmen von Bauleistungen der Bauunternehmen. In der Regel werden Bauabnahmen nach jedem Gewerke durchgeführt. Gegebenenfalls werden vertraglich weitere Termine z.B. für den Rohbau vereinbart. Die Bauabnahme wird durch Sie als Bauherren und der Hausbaufirma durchgeführt.

Bauantrag

Nach Zeichnungs- und Statikerstellung werden diese Unterlagen zusammen mit dem Bauantrag bei der Gemeinde oder dem zuständigen Bauamt eingereicht. Vor Genehmigung des Bauantrages darf der Bau nicht begonnen werden.

Bauanzeige

In Baugebieten mit Bebauungsplan kann ein Bauantrag durch eine Bauanzeige ersetzt werden. Hieraus resultiert eine verkürzte Bearbeitungsdauer.

Baugenehmigung

Die Baugenehmigung ist die Erlaubnis der Bauaufsichtsbehörde, dass Sie so bauen können wie beantragt und von einem Bauplanungsbüro in den Bauvorlagen beschrieben.

Baustrom / Bauwasser

Vom Bauherren bereitzuhaltende Versorgungsmedien während der Bauzeit vor Anschluss des Objektes an die Hauptversorgung.

Bau Voranfrage

Diese wird bei der Baugenehmigungsbehörde (zuständiges Bauamt) gestellt und hat den Sinn, die Genehmigungsfähigkeit des Bauvorhabens überprüfen zu lassen.

Bebauungsplan (B-Plan)

Ein Bebauungsplan bezieht sich immer auf ein genau festgelegtes Gebiet und wird von einer Gemeinde als Satzung beschlossen. Diese Satzung besteht aus einem ausführlichen Textteil, der die Festsetzungen des Bebauungsplans genau beschreibt und einem oder mehreren Planwerken, in denen die Festsetzungen zeichnerisch dargestellt werden. Bebauungspläne sind in der örtlichen Baubehörde einzusehen. Teilweise werden B-Pläne von Baubehörden auch auf deren Websites bereitgestellt. Man unterscheidet zwei Arten von Bebauungsplänen: Den einfachen Bebauungsplan und den qualifizierten Bebauungsplan. Ein qualifizierter Bebauungsplan enthält mindestens Festlegungen. Fehlen eine oder mehrere dieser Festlegungen, so spricht man von einem einfachen Bebauungsplan.

Blower Door Test

Luftdichtigkeitstest bei Gebäuden.

Bodengutachten

Ergebnis der Sondierung des Baugrundes durch einen Geologen, der mehrere Probebohrungen durchführt und eine Gründungsempfehlung ausspricht. Sollte vor jedem Hausbau durchgeführt werden.

CAD

Computer Aided Design = Computer gestützter Entwurf

Dachbinder

Oftmals als vorgefertigter Dachträger in Form eines Fachwerks ermöglichen Dachbinder große stützenfreie Spannweiten.

DIN

Abkürzung für "Deutsches Institut für Normung e.V.". DIN - Normen regeln unter anderem die Beschaffenheit von Baustoffen und die Ausführung von Bauleistungen.

Eigenleistungen

Um die finanzielle Belastung beim Bauen zu mindern, entschließen sich viele Bauherren für die Erbringung von Eigenleistungen.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

In den letzten Jahren ständig erneuerte Richtlinie für die Optimierung des Energiebedarfes von Gebäuden.

Energiepass

Jedes neue Gebäude erhält zum Nachweis der Erfüllung der Kriterien der EnEV einen Energiepass, in dem alle relevanten Daten aufgeführt sind.

Erschließung

Damit ein Grundstück als erschlossen gilt, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Die Erschließung eines Grundstückes ist gesichert, wenn die Anbindung an das öffentliche Straßennetz, die Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser gewährleistet ist. Diese Forderung wird in den Länderbauordnungen durch spezielle Vorgaben an die Ver- und Entsorgung ergänzt. So wird in einigen Gemeinden z.B. auf die Trennung von Regenwasser und Abwasser verzichtet, andere bestehen darauf.